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Bericht aus dem Schweinfurter Tagblatt vom 25. Juni 2019 | Autorin: Ursel Lux

Sie spenden Geld und Arbeitskraft

Der Förderverein erspart dem TSV den Hausmeister und unterstützt die Jugendarbeit

 

So 25 bis 30.000 Euro werden‘s schon gewesen sein, was der Förderverein im Laufe seines Bestehens an den TSV überwiesen hat, vermutet dessen Vorsitzender Walter Klenk. Aber die Finanzspritzen sind nicht das einzige. Vor allem der unermüdliche Einsatz des harten Kerns der Mitglieder spart dem Verein viel Geld. „Wir müssten sonst viele Arbeiten an Fachfirmen vergeben“, erklärt Thorsten Grimm, Vorsitzender des TSV. Seiner Schätzung nach liegen die Einsparungen hier im „mittleren fünfstelligen Bereich“.

Klenk erinnert sich noch an die Gründungsversammlung des Vereins im Jahr 1996, damals war er Vorsitzender des TSV. in der Gründungsversammlung wurde beschlossen, mit den Mitgliedsbeiträgen und Spenden vor allem die Jugendarbeit des TSV zu unterstützen. Dazu kam noch die Unterstützung beim Unterhalt der Liegenschaften durch zahlreiche freiwillige Arbeitseinsätze. Beides setzt der Verein, der aktuell knapp 50 Mitglieder hat,  inzwischen um.
Jeden Donnerstag trifft sich ein „harte Kern“, um die anfallenden Arbeiten an den Liegenschaften zu erledigen. So 30 bis 40 Arbeitsstunden kommen da für die immer rund sechs Arbeitenden schon zusammen. Wenn nichts Besonderes dazukommt. Mit allein 500 Arbeitsstunden haben diese zusätzlich auch das Restaurant eigenständig saniert. 

Es ist eine bunte Truppe, die sich da engagiert, ein Lehrer, ein Physiker, ein Maschinenbauingenieur, ein Schlosser-, ein Maler- und ein Maurermeister. Fachkompetenz ist also genügend vorhanden, um die anfallenden Arbeiten erledigen zu können. Der Elektriker allerdings sei ausgeschieden erklärt Rainer Kosbab, der stellvertretende Vorsitzende, und einen Schreiner bräuchte man noch dringend. „Der Walter ist wie das rote Telefon“ erklärt er. Klenk hat viele Jahre auf dem Bau geschafft und lässt noch immer seine Beziehungen spielen. Er wird angerufen, wenn irgendetwas nicht funktioniert, und schafft Abhilfe, indem er entweder selbst Hand anlegt oder jemanden organisiert, der das tut.

„Inzwischen sind wir Mädchen für alles“, erklärt Kosbab. Früher hatte der Sportverein noch einen Hausmeister angestellt, „aber der kam eh nicht rum“, erklärt Klenk. Die Hausmeistertätigkeiten liegen jetzt vollständig in der Hand des Fördervereins. Der unterstütze im Grunde jedes Mitglied, erklärt Grimm, denn wenn all diese Arbeiten fremdvergeben werden müssten, dann ließe sich das nur über höhere Mitgliedsbeiträge refinanzieren.

„Lustig wird’s, wenn wir nach der Arbeit bei einer Brotzeit zusammensitzen“, erzählt Kosbab. Die Gemeinschaft sei wichtig und so mache die Arbeit auch Spaß. Er selbst ist eigentlich ein „Zugereister“, als er an der Kirchweih einmal beim Zusammenstellen der Tische und Bänke mit anpackte, war er schwupps geworben für den Förderverein. Klenk hat da so seine eigenen Methoden. „Da wollt sich mal einer meinen Hänger borgen, dann habe ich gesagt, den kriegt er nur, wenn er den Verein beitritt“, und so war schon wieder ein Mitglied geworben. Das funktioniert aber leider nicht bei allen bedauert Klenk, so gebe es immer wieder Helfer, die mit anpacken und trotzdem nicht zum Förderverein gehen, bei 30 Euro Jahresbeitrag, versteht er nicht warum.

Der harte Kern investiert viel Zeit und Arbeitskraft, so dass die Ehefrauen schon manchmal nachfragen. ob denn der Förderverein nicht auch mal bei ihnen vorbeischauen könnte, schließlich gäb’s da auch einiges zu tun.